
Das Büro MGF Architekten hat eine Erweiterung für die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Aalen gebaut. Die Hochschule ansich wurde 1968 von Günther Behnisch geplant und gebaut. Die Planungszeit für die Erweiterung lagen in den Jahren 2002 und 2003, die Bauzeit dann von 2004 bis 2006. Die gut 8500m² Nutzfläche wurden auf 2 Gebäude (Mikro- und Feinwerktechnik + Asphärische Optik und Elektronik und Informatik) und eine Bibliothek optimal verteilt. Insgesamt wurde so Platz für 900 Studienplätze geschaffen. Die vollklimatisierten und erschütterungsfreien Forschungslabors wurden im Untergeschoß angeordnet. Die nach Öffnungsgrad der vertikalen Holzläden erscheinen die Baukörper geschlossen oder durchscheinend transparent: Ein Wechselspiel zwischen „Holzkiste“ und „gläsernem Objekt“. Bauherr war das Land Baden Württemberg
“Das Ensemble der drei exakt geschnittenen Baukörper hebt sich deutlich vom Waldrand im Hintergrund ab. Landschaftsmauern gliedern die Anlage in unterschiedliche genutzte Terrassen. Die Gebäude sind exakt an die Kanten der Mauern gerückt. Ein System von Rampen und Treppen verbinden die 40 und 90 cm hohen Geländesprünge miteinander. Die Wege und Plätze sind in einfachen Materialien wie Asphalt, Beton und Schotter gebaut. Geometrisch geordnet, begleiten etwa 110 Linden die Landschaftsbänder. Die neu gepflanzten Baumreihen vermitteln zwischen der geometrisch strengen Architektur und der Waldkulisse.”
Die haustechnischen Anlagen sind auf das Notwendige reduziert und durch intelligente Konzepte zur Lüftung und Heizung ergänzt. Wesentliche passive Maßnahmen zur Reduzierung der Kühl- und Heizlast sind dabei ein günstiges Oberflächen- zu Volumenverhältnis des Gebäudes und eine hochwertige Ausführung der Fassade. Der sommerliche Wärmeschutz wird durch vertikale drehbare Elemente in Form von Holzläden gewährleistet. Massive Betonschotten und Decken stellen umfangreiche Speichermassen zur Verfügung, welche für ein gleichmäßiges Raumklima sorgen. Das Lüftungskonzept basiert auf einer freien nächtlichen Lüftung, welche im Sommer eine Abkühlung der Speichermassen realisiert. Durch das Öffnen der Lüftungsklappen zwischen Büros- und Seminarräume und Flure ist ein Luftaustausch über die allgemeinen Flure und den innen liegenden Höfen im Sommer möglich. Somit übernehmen die Treppenräume, wie auch die Höfe eine wichtige Rolle im Lüftungskonzept des Gebäudes. Zusätzlich Vorteile bieten die Einschnitte in den Gebäudestirnseiten: durch die Querlüftung dieser großen Seminarraume und Labore lässt sich eine einfache und effektive natürliche Lüftung realisieren. Die einfache und kompakte Gestalt der Baukörper und die Verwendung von regionalen Materialien reduzieren den Energieeinsatz von Herstellung und Transport auf ein notwendiges Minimum. Massive Bauteile schaffen ein ausgeglichenes Raumklima und der flexible, adaptive Sonnenschutz sichert eine schnelle Reaktion auf die jahreszeitlichen Umweltbedingungen.
Für den Erweiterungsbau gab es schon einige Auszeichnungen: Deutscher Architekturpreis 2007 Anerkennung, Deutscher Holzbaupreis 2007 2.Preis, Deutscher Verzinkerpreis 2007 2.Preis
Die Fotos wurden von dem Münchener Fotografen Stefan Müller Naumann aufgenommen und zu Verfügung gestellt.







(Texte teils vom Büro MGF Architekten - Grüsse nach Stuttgart und München)











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