Der Architekt Jun Ishikawa hat schon einige spannende Häuser gebaut in den letzten Jahren. Mit dem ‘Ouchi-01 Haus’ zeigt er verblüffend wie man mit Gebäudefugen, Licht und Schatten umgehen kann, um das Minimalistische draussen zu lassen und es spannend im Inneren zu machen.
Die ausgeklappte Wandscheibe dient als Eingang und indirekter Lichteinlass zur Stirnseite des Gebäudes. Es ist wenig Platz um das Haus und so sind die Fenster klein gehalten und dienen nicht hauptsächlich zur Belichtung. Das Licht kommt über Dachfenster und Lichtschlitze an den Fassaden in das Gebäude.
Bei einer Grundfläche von 45m² ist das Konzept des Hauses schon klar: minimal und funktional. Die Trennungen der Räume sind nie abschliessend. Die eingebauten Ebenen sind geschickt in das kleine Haus eingesetzt. Durch die offenen Wandschlitze zwischen den Räumen fällt immer wieder Licht durch das ganze Gebäude, durch alle Ebenen.






(via: yatzer, Fotos © Hiroshi Ueda )












Gefällt mir ausgesprochen gut, wie auch der Raum lichtdurchflutet wird.
Jo. ziemlich gut gemacht mit dem schrägen EInbau da oben drin. Bei 45m2 muss die Bude aber auch mächtig klein sein.Aber eine Küche ohne Ausblick geht schon mal garnicht!
das Zusammenspiel von Geraden und Schrägen, Licht und Schatten, Schwarz und Weiß ist extrem gut gelungen!
Das finde ich auch und das auf der kleinen Fläche. Sicher ist es auch sehr gut fotografiert. Ich würde mich da gerne mal einladen. Paul gebe ich auch recht, dass die Küche etwas Ausblick und Fenster Vertragen könnte.
Hallo,
auf den Fotos sieht das wirklich toll aus, aber…
… das ist ein schlimmes Gefängnis!
Ich habe selbst dreizehn Monate in einem Hinterhauszimmer ohne “echtes” Fenster gewohnt. Ein Fenster war zwar vorhanden, aber der Lichthof, zu welchem es sich öffnete, war ganze zwei Meter fünfzig tief. Ein paar Tage lang hält man es darin aus, auf Dauer ist das aber furchtbar.
Noch schlimmer war eine Dachgeschosswohnung in Warschau.
Diese hatte auf Augenhöhe nur ein rundes Bullaugenfenster, das gesamte Licht kam aus zwei Fensterbändern, die etwa vier Meter hoch nahe des Giebels waren und den Himmel zeigten.
Das war noch viel schlimmer.
Gut, ich bin klaustrophobisch veranlagt, aber ich finde es sträflich, dass der Architekt nicht dort Fenster genutzt hat, wo sie möglich wären. Das ist an der Stirnseite des Hauses der Fall.
kakue
An diese “gefangener Raum” Geschichte, denke ich des öfteren wenn ich diese japanischen Häuschen sehe. Vielleicht ist der Japaner als solches, an kleine Räume gewohnt und fühlt sich dort drin geborgen. Wenn man die offenen und großen Hochhausstädte sieht, will man vielleicht alleine mit sich und seinen Lieben sein.
Tageslicht nur durch Schiesscharten zu bekommen ist bestimmt nicht schön.